
Die Ursprünge
Seine Ursprünge besitzt Beachhandball in den Achtziger Jahren in südeuropäischen Ländern wie Italien und Spanien, aber auch den Niederlanden. 1994 startete der Deutsche Handball-Bund (DHB) mit der Einweihung der ersten Beachhandball-Anlage im schwäbischen Bartelnbach sein Projekt „Raus aus den Hallen“. Beachhandball sollte eine breiten- und freizeitorientierte Ergänzung zum Wettkampfhandball in der Halle darstellen und ein neues Publikum erschließen.
Doch schon das Jahr 1995 mit seinen Turnierangeboten an Nord- und Ostsee machte deutlich, dass mit Beachhandball ein sportliches Angebot entstanden ist, das breiten- und freizeitorientiert eine hervorragende Ergänzung zum Wettkampfhandball in der Halle darstellt.
Inzwischen werden bundesweit mehr als 35 Mastersturniere pro Jahr ausgetragen. Wobei 80 % der Austragungsorte von Ismaning bis Berlin ohne Küste auskommen.
Philosophie
Trotz sportlich anspruchsvollen Wettkämpfe im Sand zeichnet sich Beachhandball vor allem dadurch aus, dass der Leistungsdruck im Vergleich zur Hallenvariante deutlich geringer ist. Der Event und Spaß stehen im Vordergrund, abendliche Beachparties gehören zum Ausklang des Turniertages. Die Spielregeln sind mit Ausnahme der Ballgrößen für Männer und Frauen dieselben und ähneln denen des Hallenhandballs. Die Teams bestehen aus drei Feldspielern und einem Torwart. Das besondere ist, dass der Torwart im Angriff mit auf das Spielfeld geht und so immer eine Überzahlsituation entsteht. Außerdem werden Tore unterschiedlich bewertet. So zählt ein Tor, das der Torwart erzielt zwei Punkte, ein Tor, das als spektakulär bezeichnet wird ebenfalls zwei Punkte und das Tor, dass im Flug, also mit dem bekannten „Kempa“-Trick erzielt wird, sogar drei Punkte.
Das Sp
iel
Das Spielfeld ist 12 Meter breit und 15 Meter lang, der Grundboden muss aus mindestens 40 Zentimeter tiefem Sand bestehen. An das Spielfeld gliedert sich auf jeder Seite ein 6 Meter langer Torraum an. Die 2 Meter hohen und 3 Meter breiten Tore befinden sich am Ende des Torraumes.
Eine Mannschaft besteht aus bis zu acht Spielern, von denen maximal vier (drei Feldspieler, ein Torwart) gleichzeitig auf dem Feld stehen dürfen. Das Spiel teilt sich in zwei Halbzeiten à zehn Minuten, unterbrochen von einer fünfminütigen Pause. Beide Halbzeiten werden getrennt gewertet. Hat jede Mannschaft eine Halbzeit gewonnen, wird der Sieger durch ein „Shoot out“ (einer gegen den Torwart) ermittelt.
Wir freuen uns schon auf das Beachhandball-Highlight und werden natürlich nach dem Großereignis darüber berichten.