Dr. Bajans Sovietabilly Band

Am Samstag, 20. Januar 2007 um 20 Uhr im Pferdestall.

Eintritt 12,-€ / 10,-€ ermäßigt

Wenn man einmal die orgiastische Trance von Dr. Bajans Sovietabilly Band erlebt hat, weiß man, dass sämtliche Versuche, einen treffenden Begriff zu finden, einfach zu kurz greifen!

Inbrünstiger als ein angetrunkenes Regiment Kosaken nehmen die fünf herausragenden Musiker ihr Publikum mit auf einen Crashkurs durch den Musikkosmos.

Russisches Folk-Erbe, Ska, Reggae, Polka und Klassik – sie greifen zu, drehen alles durch den musikalischen Fleischwolf und drücken der feurigen Mischung last but not least noch den Stempel Dr. Bajan auf. Ergebnis: ein berauschend irrwitziges Spektakel, das sofort die Sohlen heiß werden lässt!

Mit

Dr. Bajan aka Nikolai Fomin - Gesang, Bajan (russ. Knopfakkordeon)

Anton Teslia – Geige

Davide de Bernardi – Kontrabass

Vladimir Miller – Balalaika, E-Gitarre, Saxofon, Klarinette, Gesang

Alf Schulze – Schlagzeug


www.drbajan.de


Sovietabilly

(entstanden aus den Einflüssen von Klezmer, Jazz, Chanson und Volksmusik plus Rock´n Roll -

Balkan meets Charlie Parker, Manu Chao trifft auf Gorki)

Woher soll ein einfacher Sterblicher wissen, dass man ein Bajan auch ganz anders spielen kann als die Donkosaken?

Der Stil, Sovietabilly, ist eine eigenwillige Mischung der russischen und europäischen Musiksprache, geprägt durch das alles überragende Lead-Akkordeon (Bajan).

Dr. Bajan (ehemals auch Dr. Bajan & Brain Drain) spielt eigene Musik mit traditionellen Instrumenten. Die Stücke komponiert Dr. Bajan, zu Ehren seiner Lieblingshits gibt es ab und zu überraschende Cover-Versionen.

Die Texte sind russisch, die Besetzung international - ein Russe, ein Ukrainer, ein italienischer Schweizer und ein Deutscher. Alle haben große Erfahrung in verschiedenen Genres der europäischen Musikkultur. Die Geige ist sehr erfahren in klassischer und Zigeunermusik, der Kontrabass kommt von der Avantgarde, mit italienischer Folkmusik unterlegt und das Schlagzeug trommelte bislang exquisiten Jazz. Zusammen ergibt das eine feurige Mischung, die sofort die Sohlen heiß werden lässt und in den Brain steigt.

Mit ihrer unglaublich intensiven Bühnenpräsenz wurden Nikolai Fomin, Anton Teslia, Davide de Bernardi und Alf Schulze Preisträger beim Musikfestival-Wettbewerb „Musica Vitale“ 2004, sie gewannen den sechsten „world wide music award“ für Berlin und Brandenburg.

--------------------------------------------------------------------------------

Musikerbiografien

Dr. Bajan - Gesang, Bajan

Leiter der Band. Sieht jung aus, spielt seit 15 Jahren Bajan (Knopfakkordeon) und komponiert Musik. Kommt aus St.Petersburg, Russland. Spielt und komponiert das, was er cool findet und umgekehrt. Singt vorwiegend auf Russisch. Auf seine Musik wirken Einflüsse russisch-sowjetischer Sozialisation (patriotische Pionierlieder, Odessa-Schlager und vor allem die alternative russische Rockszene) sowie gegenwärtige Stile (Balkan, Jazz, Reggae, Klassik u.a.). Seine musikalische Stärke sind zügellose Energie live und blühende Fantasie und Flexibilität im Studio.


Anton Teslia – Geige

Sehr jung und feingliedrig. Klassiker und Teufelsgeiger in einer Gestalt. Geboren in der Ukraine, aufgewachsen in St.Petersburg. Jobbte, um sich während seines Studiums am Konservatorium über Wasser zu halten, mit Zigeunerbands in Restaurants und Klubs, dort schärfte er sein unglaubliches Talent für Improvisation. Hat einen kleinen Sohn. Privat Anhänger des Metal und begeisterter Flugsimulatorspieler.


Vladimir Miller - Klarinette, Saxofon, Querflöte, Akkordeon, Bajan, Gitarre, Piano, Balalajka

Geboren in Kasachstan. Den Borat hat er da nicht gesehen. Musik studiert in Moskau, Gnessininstitut (nur Klarinette), dann Sinfonieorchester in Uljanowsk und jetzt in Berlin alles

mögliche - Filmmusik, Kammermusik, Jazz, Theatermusik ...


Davide de Bernardi – Kontrabass

Relativ jung. Kommt aus Locarno, italienische Schweiz. Kam vor 15 Jahren extra nach Berlin um sich dem Kontrabass zu widmen. Hat viel Erfahrung in verschiedenen Stilen von Avantgarde über Freejazz bis hin zu Balkanmusik. Fanatischer Hobby-Plattensammler, kennt sich in Musik sehr gut aus. Seine Vorliebe gilt der Progressiven Musik und der Diskussion. Sehr menschlich, sozial, hilfsbereit und kamerascheu. Er kocht fantastisch, besonders gern italienische Küche. Hat auch einen kleinen Sohn.


Alf Schulze – Schlagzeug

Sieht älter aus als er ist. Brandenburger. Nett, fröhlich und aufgeschlossen. Sucht noch nach dem Sinn des Lebens. Wissbegierig und ehrgeizig. Hält immer die Augen und Ohren offen für Neues und hat ein Händchen für die feineren Nuancen. Spielt in verschiedensten stilistischen Konstellationen von Klassik bis Metal. Hasst Grenzen, Jazzpolizisten und Berliner Szene-Coolness. Hat seit neuestem auch einen kleinen Sohn.


Pressestimmen

Russendisko Soundsystem über Dr. Bajan:

W. Kaminer: Dr. Bajan kenne ich so lange wie Konopke, er ist ein unbestrittener Teil der Berliner Leitkultur, ein Virtuose, der alles, was er an Musikinstrumenten, menschlichen Reserven oder Computertechnik in die Hände bekommt, sofort in russischen Rock-n-Roll verwandelt. Er lässt den alten anarchischen Geist der Leningrader Musik-Szene in Deutschland auferstehen.

Y. Gurzhy: Dr. Bajan nennt sich der Musiker, der das russische Knopfakkordeon mit der Virtuosität eines Richie Blackmores spielt. Seit einigen Jahren befindet sich die Praxis von Dr. Bajan in Berlin. Mit seiner internationalen Band ist er das ganze Jahr über auf Tournee, mit dem Auftrag, das westeuropäische Publikum von Langweile zu heilen. Seine Medizin nennt er Sovietabilly – die explosive Musik, schnell und intensiv mit Bajan, Balalaika, Kontrabass, Geige und Schlagzeug gespielt. Nun gibt es endlich die Sovietabilly-Platte, damit man auch zu Hause die Mucke von Dr. Bajan genießen kann. Es hat zwar Jahre gedauert, bis der Doktor-Perfektionist mit den Ergebnissen der unzähligen Aufnahme-Sessions und Studioexperimenten glücklich war, aber jetzt ist es da - ein Album mit dem SpeedFolkProgPunk für das neue Jahrhundert.

„Die ungeheuer intensive Bühnenpräsenz, sein begnadetes Improvisationsvermögen und sein Charisma schlagen sofort jeden in seinen Bann. „Dr. Bajan“ spielt sein Publikum und sich selbst in Ekstase. (...) ein Highlight urbaner Weltmusik!“ Ratingen Nachrichten 01.06.05

„Die vielen neugierigen Gäste, die trotz des eher Party-abträglichen Wochentags gekommen waren, wurden mit einem furiosen, witzigen und dazu handwerklich tadellosen Konzert belohnt. (...) Wie ein Derwisch schaukelte Dr Bajan auf seinem Kneipenstuhl vor und zurück, die Finger über die Tastatur seines Instruments fliegen lassend. Über einen harten, schnellen Polka-Beat des Schlagzeugers erzeugten die Musiker aus dem Stand ein Klang- und Partyerlebnis, das sich anfühlte, wie auf einer osteuropäischen Großhochzeit vor 100 Jahren. Riesenapplaus und die ersten Tänzer auf der winzigen freien Fläche direkt vor den Musikern schon nach dem ersten Stück – die Stimmungskurve sollte heute Abend ausschließlich nach oben zeigen. Die international erfahrene Band spielte toll zusammen und ließ immer mal wieder die verschiedenen Musikrichtungen durchblitzen, auf die im Vorfeld hingewiesen worden war. Der Gitarrist war firm im Flamenco, was ihm beim vorgelegten Tempo sehr half. Der Mann an der Geige beeindruckte vor allem in den Passagen, in denen die Combo ihm Raum ließ, etwa für seine wahnsinnig schnellen Läufe, die er jederzeit sauber und zugleich dynamisch zu spielen wusste. In teilweise affenartiger Geschwindigkeit bearbeitete das Quintett die Instrumente, dazu sangen Bajan und sein Gitarrist russische Texte, lauter und inbrünstiger als ein Regiment angetrunkener Kosaken. (...) Erst nach zwei Sets, langem Applaus und drei Zugaben wurden die am Ende völlig verausgabten Musiker vom begeisterten Publikum entlassen.“ Gießener Zeitung, 26.12.03